Montessori Kinderhaus / Kindergarten St. Pius Waldfenster - Burkardroth
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Die Rolle des Erziehers

„Achte mich in meiner Persönlichkeit. Ich bin anders als Du. Ich bin kein kleiner Erwachsener, bin aber auch ein ganz vollwertiger Mensch.“

Montessori spricht vom Erzieher als „Diener des Geistes“, dessen Aufgabe es ist, dem Kind dazu zu verhelfen, von sich aus zu handeln, zu wollen und zu denken.

Das bedeutet für uns, dass wir das Kind dazu anleiten, seine Ziele durch Eigenaktivität zu erreichen.

Wir als der „Diener“ organisieren im Hintergrund, verhalten uns zurückhaltend, sind aber stets zur Stelle, wenn wir gebraucht werden. Wir sprechen ruhig und respektvoll und helfen, wo wir gebraucht werden. Wir greifen nicht ein, wenn wir anderer Meinung sind oder es uns nicht schnell genug geht und haltenTadel und Kritik zurück. Chaos, Unordnung und Störungen werden freundlich beseitigt.

Wir Erzieher sind Helfer und Begleiter auf dem Weg des Kindes zu einer eigenständigen Persönlichkeit. Wir haben Vertrauen in die Selbstentfaltungskräfte des Kindes, sowie in seine Fähigkeit das Tempo seiner Entwicklung selbst zu bestimmen.
Unsere Aufgabe als Erziehers ist es, das Kind zu beobachten, es anzuregen und bei der Auswahl seiner Arbeit zu beraten. Aufgabe ist außerdem auch, dem Kind die Materialien zu demonstrieren, bzw. einzuführen und dabei genaue Beobachtungen über den Lernfortschritt des Kindes zu machen und diese Beobachtungen aufzuschreiben.
Desweiteren setzen wir klare Grenzen. Wo es nötig ist, greifen wir ein und bieten dem Kind Orientierungshilfen an. Gegebenenfalls schützen wir die Arbeit des Kindes vor Störungen durch andere Kinder.

„Dem Kind gehört der erste Platz und der Lehrer folgt ihm und unterstützt es. Er muss auf seine eigene Aktivität zugunsten des Kindes verzichten. Er muss passiv werden, damit das Kind aktiv werden kann. (Montessori)
Die Haltung zum Kind muss überdacht werden.

Wichtige Eigenschaften des Erwachsenen sind:
  • Geduld
    Das Kind bestimmt das Tempo.
  • Achtung und Demut
    Dem Kind mit Respekt und Achtung begegnen. Hochmut und Überheblichkeit sind neben Zorn die größten Fehler!
Wichtige Aufgaben des Erwachsenen sind:
  • Schaffen und Pflegen der vorbereiteten Umgebung
  • Sorgen für eine vertrauensvolle und liebevolle Atmosphäre
  • Interesse wecken und das Kind begeistern
  • Ordnung erhalten, Regeln beachten und Störungen beseitigen
  • Zurückhaltung üben
  • Kind genau beobachten und den passenden Zeitpunkt für die Einführung eines Materials erkennen
  • Erkennen der „sensiblen Phasen“
  • Materialkenntnis
  • Übersichtlicher Arbeitsplatz




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