Montessori Kinderhaus / Kindergarten St. Pius Waldfenster - Burkardroth
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Die Beobachtung

„Hilf mir, selbständig denken und handeln zu können.“

Kinderhausstruktur und Organisation der pädagogischen Arbeit

Beobachtung ist beides: Wissenschaft und Kunst

Montessori erwartet von der Erzieherin nicht nur Liebe zum Kind, Geduld und Demut, sondern auch die Fähigkeit zur sachlichen nüchternen Beobachtung.
Beobachtung ist der Schlüssel der Erwachsenen zur Welt der Kinder.Voraussetzung für angemessene Interpretationen aus den Beobachtungen ist die genaue Kenntnis der sensiblen Phasen und der Materialien.

Die regelmäßige und exakte Beobachtung des Kindes ist nötig, um die Persönlichkeit kennen zu lernen, um den individuellen Entwicklungsstand erfassen und würdigen zu können, um seine Bedürfnisse verstehen und seine Arbeitsweise (Motivation, Konzentration, Planung, innere Beteiligung, Freude,…) erfahren und beachten zu können.

Nur wenn die Erzieherin möglichst viel über das Kind erfahren konnte, kann sie versuchen, es zu verstehen und ihm passende Angebote und eine angemessene Umgebung vorbereiten.

Montessori unterteilt die Beobachtung in folgende Gesichtspunkte:
  • Arbeit:
    Welche Arbeit, Besonderheiten in der Durchführung, Ausdauer, Aufmerksamkeit,.
  • Verhalten:
    Ordnung in der Handlung, Freudensausbrüche, Ausgeglichenheit, ….
  • Gehorsam:
    folgt Kind der Einladung, kommt es freiwillig und freut sich, …

Die Beobachtung bei uns im Kinderhaus

Es finden regelmäßig Beobachtungen statt, welche in die Entwicklungsbögen jedes einzelnen Kindes eingetragen werden. Alle Mitarbeiter tragen regelmäßig Beobachtungen ein. Außerdem finden täglich schriftliche Beobachtungen in der leisen Spielzeit statt. In ca. 4-wöchigen Abständen finden Reflexionsgespräche über die Beobachtungen in den Teamsitzungen statt. Anhand der Beobachtungen treffen wir Zielsetzungen für die einzelnen Kinder, bieten entsprechendes Material an. Anhand der Beobachtungen bereiten wir die Entwicklungsgespräche vor.
Die Erzieherin soll sich bewusst Zeit zum Beobachten einräumen.
Die Erzieherin soll gezielt beobachten und Probleme und Auffälligkeiten differenziert beschreiben können. Die Erzieherin soll aufgrund der Beobachtung erkennen, welche Angebote für das Kind geeignet und welche Hilfestellungen notwendig sind. Sie soll Zielsetzungen für das einzelne Kind entwickeln können, um somit die Stärken des Kindes stärken und die Schwächen, schwächen zu können. Die Erzieherin soll regelmäßig und über einen längeren Zeitraum beobachten. Jede Erzieherin sollte durch die Beobachtung die Entwicklungsfortschritte bzw. die Entwicklungsdefizite des Kindes erkennen und einschätzen können und gegebenenfalls den Eltern Fördermöglichkeiten anbieten. Die Erzieherin soll alle Kinder beobachten, auch die stillen und unauffälligen Kinder, damit keines „übersehen“ wird.

Die Erzieherin soll vor allem in der leisen Spielzeit das Arbeits- und Sozialverhalten des Kindes beobachten und notieren.



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